Hergestellt ausschließlich aus natürlichen Ölen und Fetten, orientiert am
pH-Wert vegetabil gegerbter Lederlaufsohlen.
Eigenschaften, Sinn und Zweck
Neben der, bei guten
Ledersohlen weniger wichtigen Hydrophobierung, erhält dieses altbewährte
Pflegemittel für Ledersohlen vor allem die Biegeelastizität des
Schuhbodens.
Die Vernetzung des Gerbstoffs mit der Lederfaser bleibt bei
Einsatz dieses hochwertigen Öls stabil.
Dadurch und vor allem durch die sich
an die Kollagenfaser
bindenden und sie zugleich schützenden Ölmoleküle wird
die Reibung und Abnutzung der Sohle auf die Hälfte des ursprünglichen Werts
minimiert.
Die daraus resultierende doppelte Lebensdauer (!) der Sohle wird
in einer Expertise des renommierten deutschen Lederinstituts bestätigt.
Die
langjährige Entwicklung garantiert die erforderliche Verseifungs- und Jodzahl,
damit das Sohlenöl langzeitstabil bleibt.
Andere Lederöle
Gewöhnliche Lederöle sind für Chromleder
ausgelegt und verschieben den pH-Wert der Sohle, wodurch die Gerbstoffe
gelockert werden und die Lebensdauer der Laufsohle verkürzt wird.
Viele Öle
sind nicht langzeitstabil, spalten Säure ab und
zermürben auf Dauer das
Leder.
Eine weitere Gruppe von Lederölen ist hydrophil, dass heißt sie
emulgieren Wasser.
In der Praxis führt das bei Sohlenkontakt mit Feuchtigkeit
dazu, dass Wasser in das Sohlleder eingelagert wird, die Sohle quillt, der
Abrieb sich erhöht und die Trocknungszeit stark zunimmt.
Zu beachten
Kann bei geklebten Sohlen die Klebeverbindung
angreifen.
Arbeitsfläche und gegebenenfalls Boden beim Auftragen
abdecken.
Jeglichen Kontakt mit dem Oberleder vermeiden.
Benutzungshinweis
Ledersohlen vor erstmaligem Auftragen
etwas einlaufen, dann auf die verdichtete und aufgeraute Sohle das Öl mehrfach
hintereinander bis zur Sättigung auftragen.
Den direkten Sohlenrandbereich
aussparen um eine Befleckung des Oberleders auszuschließen.
Später in
größeren Abständen (alle paar Monate) die Sohle mit ein wenig Öl
nachpflegen.